SVHC Dienstleistungen
Wir bieten Ihnen:
- Produktprüfung auf enthaltene *SVHC-Stoffe / SVHC Screening
- Projektmanagement und Study Monitoring
Mit der Veröffentlichung der ersten Kandidatenliste mit den ersten 15 SVHC-Stoffen am 28.10.2008 (seit 13.1.2010 sind es neu 29 Stoffe auf der Kandidatenliste) stellt sich für viele Handelsunternehmen, Importeure und Hersteller die Aufgabe, festzustellen, ob einer dieser Stoffe in den vertriebenen Produkten/Materialien in einer Konzentration von mehr als 0,1% enthalten sind. Sollte ein solcher Stoff enthalten sein, so ist nach Artikel 33 Abs.1 darüber in der Handelskette zu informieren, wenn ein Verbraucher anfragt. Wir führen die erforderlichen Untersuchungen auf *SVHC-Stoffe für Sie durch.Unsere Labor-Prüfberichte dienen Ihnen zur Dokumentation Ihrer Sorgfaltspflicht gegenüber Behörden und Ihren Kunden. Selbstverständlich können wir für Sie auch die Überprüfung der gesetzlichen Anforderungen bezüglich PCP, Formaldehyd, Chrom(VI), Nickelabgabe u.a. sowie weitergehende Schadstoffprüfungen z.B. auf allergisierende Dispersionsfarbstoffe oder umfassende Untersuchungen nach TOXPROOF®-, SG®- und anderen Anforderungskatalogen durchführen lassen. Prüfmuster und Materialproben können zur Untersuchung an folgende Adresse versandt werden: | ![]() |
INVITRO-CONNECT GmbH
Probeneingang
An der Wildbahn 71
D-13503 Berlin
*SVHC-Stoffe sind krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende (CMR, Kat. 1 und 2), persistente,
bioakkumulierbare und toxische Stoffe. Weiterhin sind es Stoffe, die „nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wahrscheinlich
schwerwiegende Wirkungen auf die menschliche Gesundheit oder auf die Umwelt haben“.
SVHC Information Risikoeinschätzung zu den ersten 15 SVHC-Stoffen Candidate List of Substances of Very High Concern brings new duties for companies • Anthracen, CAS Nummer 120-12-7 Verwendung Bei Anthracen handelt es sich um einen von vielen verschiedenen Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Anthracen und andere PAK finden sich im Rückstand von unvollständigen Verbrennungsprozessen, z.B. Steinkohlenteeröl. Bezüglich REACH ist davon auszugehen, dass in nächster Zeit auch noch weitere dieser PAK, wie z.B. Benz(a)pyren in die Liste der SVHC-Stoffe aufgenommen werden. Risiko PAK und somit auch Anthracen sind in höheren Gehalten vordringlich in Gummimaterialien enthalten, bei denen hoch PAK-haltige Teeröle als Weichmacheröle verarbeitet wurden. Produkte aus solchen Materialien sind typischerweise nicht mehr im Handel, weil diese im Rahmen der üblichen Schadstoffanalytik auf PAK getestet werden und somit sichergestellt wird, dass die Summe der PAK unter 200 (Kategorie 3) bzw. unter 10 (Kategorie 2) eingehalten wird. Solange somit die marktüblichen PAK-Anforderungen eingehalten werden, besteht nicht das Risiko, dass in Produkten Gehalte an Anthrazen von über 0,1 % gefunden werden. • Kobaltdichlorid, CAS Nummer 7646-79-9 Verwendung Kobaltdichlorid und andere Kobaltsalze werden verschiedentlich als Trockenmittel für Farben, Lacke und Druckfarben verwendet. Einige Sonderanwendungen, wie z.B. Geheimtinte, halten wir für irrelevant. Darüber hinaus ist die Verwendung als Additiv in der Gummi- und Gummireifenherstellung bekannt. Risiken Potenziell besteht die Gefahr, dass auf bedruckten bzw. lackierten Teilen Lacke und Druckfarben verwendet werden, die Kobaltsalze als Trockenmittel enthalten. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist jedoch davon auszugehen, dass die Gehalte an Kobaltdichlorid, bezogen auf das Gesamtprodukt, deutlich unter 0,1 % liegen. • Diarsentrioxid, Diarsenpentoxid, CAS Nummer 1327-53-3, 1303-28-2 Verwendung Diese beiden Oxide werden bei der Glasherstellung verwendet, um Trübungen und Verunreinigungen von, z.B. Eisensalzen (Grünfärbung der Schmelze) aus der Schmelze zu entfernen. Typische Arsengehalte in Gläsern liegen im Bereich zwischen wenigen mg/kg bis zu einigen 1000 mg/kg, also potenziell deutlich über 0,1 %. Eine gesundheitliche Gefährdung durch Arsenoxide in Gläsern ist nicht zu erwarten, da diese Substanzen in den Gläsern sehr fest gebunden sind und nur geringste Mengen an Arsen vom Glas abgegeben werden. Hier verhält es sich ähnlich wie mit Bleikristallgläsern, die Bleioxidgehalte von mehr als 15 % enthalten und trotzdem für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind. Risiken Es ist zunächst davon auszugehen, dass Arsenoxide in nahezu allen Gläsern, die bei Konsumerprodukten verwendet werden, enthalten sein können, z.B.: - Bilderrahmen Phthalate • Dibutylphthalat 84-74-2, Bis (2-ethyl(hexyl)phthalat) (DEHP) 117-81-7, Benzyl butyl phthalat 85-68-7 Verwendung Phthalate werden als Weichmacher in verschiedenen Polymeren, insbesondere PVC, verwendet. Die Verwendung in anderen Polymeren, wie z.B. ABS, TPE, PET, EVA-Schäumen (Schaumbegrenzungsmittel) sowie als weichmachende Komponente in Lacken und Anstrichsstoffen auf Hölzern, Metall und Kunststoffen sollte berücksichtigt werden. Weitere Nebenanwendungen sind Klebstoffe, Dichtungsmittel, Transfertextildrucke. Risiken Die Hauptverwendung der Phthalate liegt bei PVC. Hier besteht ein großes Risiko, dass insbesondere bei der Umstellung auf phthalatfreie Weichmacher Kontaminationen auf den Maschinen verbleiben und dies zu undefinierten Phthalatgehalten in den nun eigentlich phthaltfreien PVC-Materialien führt. Dies ist insbesondere kritisch, wenn auf den Maschinen abwechselnd mit phthalatfreien und phthalathaltigen Weichmachern gearbeitet wird. Darüber hinaus sind Phthalate potenziell in nachfolgenden Kunststoffen enthalten: ABS, TPE, Gummi und geschäumte EVA-Materialien. Weiterhin in Lacken und Farben auf Holz, Metall, Kunststoffen und anderen Materialien, sowie in Thermotransferdrucken auf Textilien und ähnlichen Drucken. Zu beachten ist, dass auch Holzwerkstoffe mit phthalathaltigen Klebern verleimt sein können. • Bleihydrogenarsenat und Triethylarsenat, CAS Nummer 7784-40-9, 15606-95-8 Anwendung Vordringliche Verwendung als Biozid und Holzschutzmittel Risiken Behandelte Hölzer, Althölzer bzw. Holzrecyclingwerkstoffe. • Natriumdichromat, CAS Nummer 7789-12-0 Verwendung Nicht mehr gebräuchlicher Gerbstoffe sowie Zwischenprodukt bei der Herstellung von Pigmenten und Zusatzstoff bei der Herstellung von farbigen Gläsern. Risiken Die geringen Gehalte an Chromaten, die verschiedentlich in Ledermaterialien auftreten, liegen weit unter 0,1% (1000 mg/kg), dem Wert der nach REACH relevant ist. Verschiedentlich werden Barium und Bleichromate, schwerlösliche Salze als Pigmente zur Färbung von Kunststoffen verwendet. Es ist vorstellbar, dass in diesen Fällen Produktionsrückstände, also technische Verunreinigungen an Natriumdichromat in diesen Pigmentzubereitungen enthalten sind. Die Verwendung solcher Pigmente sollte möglichst vermieden werden, da diese Chromate frei setzen, die gesundheitlich bedenklich sind. • Moschus-Xylol, CAS Nummer 81-15-2 Verwendung Duftstoff in Parfümölen. Risiken Es besteht das Risiko, dass diese Substanz in parfümierten Produkten wie Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln, Duft-Potpourries, Raumbeduftungsmitteln, Räucherstäbchen und anderen Produkten enthalten ist, die mit Parfümölen behandelt wurden. • Hexabromcyclododekan, CAS Nummer 25637-99-4 Verwendung Flammschutzmittel in Kunststoffen Risiken Vordringliche Verwendung in Polystyrol und nachrangig in anderen Kusntstoffen, in seltenen Fällen in Textilien, hier natürlich eher in Textilien die einen Flammschutz benötigen, langfaserig oder technische Textilien. • Kurzkettige Chlorparaffine C10-C13, CAS Nummer 85535-84-8 Verwendung Langkettige chlorierte Paraffine werden verschiedentlich als Fettungsmitteln in Ledern und als Flammschutzmittel in Kunststoffen verwendet. Diese langkettigen Chlorparafine sind potenziell mit kurzkettigen Chlorparaffinen der Kettenlänge C10 bis C13 verunreinigt. Risiken Höherwertige Leder werden potenziell mit Chlorparaffinen nachgefettet. Die Verwendung als Flammschutzmittel in Kunststoffen und Gummi sowie in Textilien, Farben, Klebstoffen und Dichtungsmitteln ist vorstellbar. • Bis-Tributylzinnoxid (TBTO), CAS Nummer 56-35-9 Verwendung Tributylzinnoxid ist ein hochwirksames Biozid, welches als Antifouling-Anstrich in der Seeschifffahrt und in verschiedenen biozidbehandelten Produkten verwendet wurde. Risiken Die Verwendung als Biozid in Konsumerprodukten ist seit mehr als fünf Jahren nicht mehr üblich und auf dem Markt auch nicht mehr beobachtet worden. Bekannt wurden Anwendungen zu bioziden Behandlung von Bettwäsche für Allergiker (Antimilben), Radlerhosen, LKW-Planen und PVC-Zeltplanen sowie Socken und Einlegesohlen. In diesem Bereich wurden Gehalte an TBTO zwischen 100 bis 1500 mg/kg festgestellt. Das verschiedentlich in Konsumerprodukten als technische Verunreinigung nachgewiesene TBTO findet sich dort typischerweise in Gehalten zwischen 0,02 bis 0,5 mg/kg, also weit unterhalb der Gehalte, die nach REACH relevant werden.
• 4,4'-Diaminodiphenylmethan, CAS Nummer 101-77-9 Verwendung Zwischenprodukt in der chemischen Industrie zur Herstellung von Epoxydharzen, Klebstoffen, Azofarbstoffen und Vulkanisationsbeschleunigern. Risiken Diaminodiphenylmethanist potenziell als technische Verunreinigung in den oben genannten Materialien enthalten. Es ist davon auszugehen, dass die Gehalte an freien Diaminodiphenylmethan in sorgfältig produzierten und ausgehärteten Polymeren deutlich unter den nach REACH relevanten 0,1 % liegen. Weitere Stoffe von technischer Bedeutung, bei denen davon auszugehen ist, dass sie als SVHC-Stoffe nominiert werden: • Dimethylformamid (DMF), CAS Nummer 68-12-2 Verwendung DMF wird bei der Herstellung von PU-beschichteten Textilien, Kunstledern verwendet. Der technische Prozess nennt sich Koagulationspolymerisation, bei dem ein in DMF gelöstes Vorpolymerisat auf Textil aufgebracht/aufgewalzt und strukturiert wird. Der Verbund von Textil und PU-Vorpolymerisat wird in ein Wasserbad gefahren, dabei löst sich das DMF aus der Kunststoffmasse und diese polymerisiert. Risiken DMF ist somit potentiell in PU-beschichteten Textilien, Kunstledern, PU-beschichteten Textilien für Kinderregenbekleidung/Buddelhosen, Schuhmaterialien und ähnlichen Artikeln enthalten. Die Verwendung als Lösungsmittel in den dafür typischen Anwendungen wie Farben, Lacken und Klebstoffen, ist anzunehmen. Die typischen Gehalte an DMF in Materialien, die mittels Koagulationspolymerisation hergestellt wurden liegen zwischen 100 bis 20.000 mg/kg. Da diese Materialien oft in sehr engem Hautkontakt und auch bei Kleinkinderprodukten verarbeitet werden, ist eine gesundheitliche Gefährdung bei höheren Gehalten an DMF gegeben. Es sollten möglichst Gehalte an DMF von weniger als 10 mg/kg eingehalten werden. • Formamid, CAS Nummer 75-12-7 Verwendung Bei Formamid handelt es sich um ein Nebenprodukt aus der Anwendung von Azobiscarbonamid, welches als Schäumungsmittel bei der Polymerschaumherstellung verwendet wird. Typische Polymere, in denen Azobiscarbonamid als Treibmittel verwendet werden, sind PVC, Polyethylen, Polypropylen und Zellkautschuke. Risiken Formamid ist vordringlich enthalten in geschäumten Kunststoffen, insbesondere aus oben genannten Polymeren, die verwendet werden, für z.B. Gymnastikmatten und beschichtete Textilien, bei denen die Beschichtung nach dem Auftrag aufgeschäumt wurde. Die beobachteten Gehalte an Formamid liegen im Bereich zwischen 500 und einigen 1000 mg/kg. Da Formamid eine vergleichsweise leicht flüchtige Substanz ist, ist eine gesundheitliche Gefährdung der Verbraucher beim Kontakt mit den Materialien nicht auszuschließen. Nach unserer Einschätzung sollten Gehalte von 10 mg/kg Formamid im Gesamtmaterial eingehalten werden. |
Weitere Stoffe von technischer Bedeutung, bei denen davon auszugehen ist, dass sie als SVHC-Stoffe nominiert werden:
• Dimethylformamid (DMF), CAS Nummer 68-12-2
Verwendung
DMF wird bei der Herstellung von PU-beschichteten Textilien, Kunstledern verwendet. Der technische Prozess nennt sich Koagulationspolymerisation, bei dem ein in DMF gelöstes Vorpolymerisat auf Textil aufgebracht/aufgewalzt und strukturiert wird. Der Verbund von Textil und PU-Vorpolymerisat wird in ein Wasserbad gefahren, dabei löst sich das DMF aus der Kunststoffmasse und diese polymerisiert.
Risiken
DMF ist somit potentiell in PU-beschichteten Textilien, Kunstledern, PU-beschichteten Textilien für Kinderregenbekleidung/Buddelhosen, Schuhmaterialien und ähnlichen Artikeln enthalten. Die Verwendung als Lösungsmittel in den dafür typischen Anwendungen wie Farben, Lacken und Klebstoffen, ist anzunehmen.
Die typischen Gehalte an DMF in Materialien, die mittels Koagulationspolymerisation hergestellt wurden liegen zwischen 100 bis 20.000 mg/kg. Da diese Materialien oft in sehr engem Hautkontakt und auch bei Kleinkinderprodukten verarbeitet werden, ist eine gesundheitliche Gefährdung bei höheren Gehalten an DMF gegeben. Es sollten möglichst Gehalte an DMF von weniger als 10 mg/kg eingehalten werden.
• Formamid, CAS Nummer 75-12-7
Verwendung
Bei Formamid handelt es sich um ein Nebenprodukt aus der Anwendung von Azobiscarbonamid, welches als Schäumungsmittel bei der Polymerschaumherstellung verwendet wird. Typische Polymere, in denen Azobiscarbonamid als Treibmittel verwendet werden, sind PVC, Polyethylen, Polypropylen und Zellkautschuke.
Risiken
Formamid ist vordringlich enthalten in geschäumten Kunststoffen, insbesondere aus oben genannten Polymeren, die verwendet werden, für z.B. Gymnastikmatten und beschichtete Textilien, bei denen die Beschichtung nach dem Auftrag aufgeschäumt wurde. Die beobachteten Gehalte an Formamid liegen im Bereich zwischen 500 und einigen 1000 mg/kg. Da Formamid eine vergleichsweise leicht flüchtige Substanz ist, ist eine gesundheitliche Gefährdung der Verbraucher beim Kontakt mit den Materialien nicht auszuschließen. Nach unserer Einschätzung sollten Gehalte von 10 mg/kg Formamid im Gesamtmaterial eingehalten werden.






